... siehe auch Publikationen und Ortsgeschichten

Dattenfeld an der  Sieg

Der Ort Dattenfeld - geographischer Mittelpunkt des Erholungsgebietes Windecker Ländchen - zählt ca. 2500 Einwohner. Eine erste urkundliche Erwähnung mit dem Namen "Dateleueld" kann bis in das Jahr 895 zurückdatiert werden.

Der Ort liegt etwa 100 - 130 m Höhe über NN. An ihn grenzen im Norden die Ausläufer des Bergischen Landes (Nutscheid) und im Süden der Westerwald. Ruhe und Erholung in waldreicher, von Industrielärm und -abgasen freier gesunder Luft empfehlen sich hier.

Herausragender Mittelpunkt des Ortes ist der Siegtal-Dom mit seinen zwei hoch aufragenden Türmen. Etwas abseits der Hauptstraße liegt die Burg Dattenfeld, erbaut in den Jahren 1619 bis 1629. Der vom Staatlichen Umwelt-Amt- Bonn, angelegte Sieg-Unterhaltungsweg ist als Promenade über eine Länge von ca. 10 km entlang eines der schönsten Abschnitte des Sieg—Flusses für die Benutzung durch Fußgänger, Behindertenfahrzeuge und Radfahrer freigegeben. Der in Ortsmitte auf einer Fläche von ca. 63 000 qm großzügig angelegte Freizeitpark setzt einen besonderen Akzent. Am Sieg-Ufer finden Angler den Erfolg versprechenden Platz für ihr beschauliches Hobby. — Von der Höhe über Altwindeck herab blicken die Ruinen der seit dem Jahr 1174 urkundlich nachgewiesenen Burganlage in das weite Tal. Die rings um den Talkessel angelegten Wanderwege und Schutzhütten laden ein zu gesundem Wandern und zur Rast - wohltuend für den Körper und die Seele.

In der direkten Nachbarschaft von Dattenfeld befinden sich die Orte Altwindeck, Dreisel, Rossel und Wilberhofen. Sie sind - von Feldern, Wald und Wiesen umgeben - Teil des anmutigen Landschaftsbildes und in das örtliche Wanderwegenetz mit eingebunden.

    Dattenfeld:   Ein Ort, in dem die Natur für den Menschen noch   Selbstverständlichkeit ist, ein Ort, der deshalb Interesse und Beachtung verdient.

Markanter Mittelpunkt des Ortes ist die dreischiffige dem heiligen Laurentius geweihte katholische Kirche, im Volksmund Siegtal-Dom genannt. Das Gotteshaus überragt mit seinen zwei hoch emporstrebenden schlanken Türmen das gesamte Ortsbild und ist von weit her zu sehen.

Gesicherte Erkenntnisse bestehen darüber, daß eine Kirche in Dattenfeld mindestens seit dem Jahre 895 steht. - Eine vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammende alte eintürmige Kirche wurde 1879 bis auf die beiden unteren Geschosse des Turmes abgerissen und diese im gleichen Jahr in den Neubau einer zweitürmigen Kirche mit einbezogen. Im Erdgeschoss des alten Turmes steht der 700 Jahre alte Taufstein aus Trachyt. - Sechs Glocken (davon die ältesten aus den Jahren 1669 und 1782 stammend) rufen mit ihrem feierlichen Geläute an den Festtagen zum Gebet. - Aus dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts stammt eine der frühesten kölnischen Sitzmadonnen der gotischen Epoche. Diese Plastik wurde 1936 dem Diözesanmuseum Köln als Leihgabe überlassen; sie kann dort besichtigt werden.

Postkarten- ansichten aus den 30er-Jahren

Ansicht heute von der Berger Hütte